Steuerförderung für energetische Sanierung

Die energetische Sanierung des Eigenheims kann nun steuerlich geltend gemacht werden. Im Folgenden sind fünf relevante Punkte aufgeführt, um zu verstehen, wie Sie von der steuerlichen Förderung profitieren können:

Punkt 1: Entscheidung zwischen Fördermitteln und Steuerbonus
Punkt 2: Höhe der Steuerrückerstattung
Punkt 3: Steuerlich absetzbare Sanierungsmaßnahmen
Punkt 4: Technische Anforderungen für die steuerliche Absetzbarkeit
Punkt 5: Antragstellung für die Steuerermäßigung
Fazit: Vergleich zwischen Fördermitteln und Steuerbonus, und was sich für Sie lohnt.

Die energetische Sanierung kann entweder durch direkte Förderungen im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder durch Steuerabsetzungen gefördert werden, wenn das Haus selbst bewohnt wird. Welche Maßnahmen steuerlich absetzbar sind und wie Sie diese geltend machen können, ist im Folgenden erläutert.

Diverse Maßnahmen wie Heizungserneuerung, Fassadendämmung oder Fensteraustausch sind kostenintensiv, aber förderfähig. Direkte Zuschüsse oder günstige Kredite sind beispielsweise für Heizungssanierungen verfügbar.

Punkt 1: Sie müssen sich entscheiden, ob Sie Fördermittel in Anspruch nehmen oder die Steuerschuld mindern wollen. Die gesetzlichen Grundlagen hierfür sind im § 35c Einkommensteuergesetz und in der Verordnung zur Bestimmung der Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen festgelegt.

Punkt 2: Die Steuerermäßigung beträgt 20 Prozent für alle förderfähigen Maßnahmen mit einem maximalen Betrag von 200.000 Euro an Sanierungskosten, was eine Steuerminderung von bis zu 40.000 Euro pro Wohneinheit bedeutet. Die Steuerermäßigung wird über drei Jahre verteilt.

Punkt 3: Förderfähig sind Maßnahmen wie Wärmedämmung, Fenstererneuerung, Heizungsanlagenerneuerung und einige andere. Dabei sind Öl- oder Gasheizungen nicht förderfähig, sondern nur bestimmte alternative Heizsysteme.

Punkt 4: Technische Vorgaben müssen eingehalten werden, um die Sanierungskosten absetzen zu können. Diese sind in der ESanMV festgelegt und müssen von einem Fachunternehmen umgesetzt werden.

Punkt 5: Nach der Sanierung benötigen Sie eine Rechnung und eine Bescheinigung der fachgerechten Ausführung vom Fachunternehmen. Diese Unterlagen reichen Sie zusammen mit Ihrer Einkommensteuererklärung beim Finanzamt ein.

Fazit: Fördermittel müssen vor Sanierungsbeginn beantragt werden, während Steuerrückerstattungen keine vorherige Beantragung erfordern. Je nach Einzelfall und Art der Sanierungsmaßnahme kann entweder die steuerliche Förderung oder die direkte Förderung vorteilhafter sein.

Arbeitszimmer neue Regelung ab 2023

Ab dem 1.1.2023 gibt es neue Regeln beim Abzug von Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer als Werbungskosten. Wenn das Arbeitszimmer den „Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung“ bildet, können die Arbeitszimmerkosten entweder mit den tatsächlichen Aufwendungen gegen Nachweis oder mit einer Jahrespauschale von 1.260 Euro abgezogen werden. Wenn es keinen anderen Arbeitsplatz gibt, können die Kosten mit einer Tagespauschale von 6 Euro pro Tag, maximal 1.260 Euro im Jahr, abgesetzt werden. Die Pauschale wird monatsbezogen berücksichtigt und der Betrag wird ermäßigt, wenn die Voraussetzungen für den Abzug nicht das ganze Jahr vorliegen.

Weihnachtsferien 2022

Vom 24.12.2022 bis zum 09.01.2022 haben wir geschlossen.
Sie erreichen uns wieder im neuen Jahr ab dem 02.01.2023 zu den gewohnten Öffnungszeiten.
Eine Beratung ist nur mit vorheriger Terminabsprache möglich.
Sie können Termine auch online unter https://outlook.office365.com/owa/calendar/LohnsteuerhilfeeV@OUCDAA.onmicrosoft.com/bookings/ reservieren.

Wir wünschen frohe und besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Steueränderungen 2023

Zum Jahreswechsel 2022/2023 gibt es einige steuerrechtliche Änderungen, welche für viele Menschen finanzielle Auswirkungen haben werden. Hier eine kurzer Überblick:

• Der Sparerpauschbetrag, früher als Sparerfreibetrag bezeichnet, ist ein Freibetrag bei der Einkommenssteuer für Kapitaleinkünfte wie Zinsen und Dividenden. Ab 2023 wird der Freibetrag von 801 auf 1000 Euro angehoben, was einem Plus von 25% entspricht. Bei zusammenveranlagten Ehegatten wird der Freibetrag von 1602 auf 2000 Euro angehoben.
• Ab Januar 2023 müssen Arbeitnehmer erst ab einem monatlichen Einkommen von 2000 Euro volle Sozialbeiträge zahlen. Die Grenze wurde bereits im Oktober 2022 von 1300 auf 1600 Euro angehoben. Seit Oktober beträgt der gesetzliche Mindestlohn 12 Euro pro Stunde und die Verdienstgrenze für Minijobber wurde von 450 auf 520 Euro angehoben.
• Das Kindergeld wird im kommenden Jahr erhöht. Künftig wird für jedes Kind 250 Euro pro Monat gezahlt. Der Kinderfreibetrag wird zum 1. Januar von 8548 auf 8688 Euro pro Jahr angehoben.
• Basis-Rentenbeiträge können zusammen mit den Beiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung als Sonderausgaben von dem zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Der mögliche Betrag dafür steigt auf 26.528 Euro (bzw. 53.056 Euro bei Verheirateten). Im Rahmen des dritten Entlastungspakets der Bundesregierung werden 100% dieser Beiträge absetzbar sein, im Jahr 2022 waren es noch 94%.
• Das Finanzministerium plant, dass Vermieter neu gebaute Mietwohnungen schneller abschreiben können. Neue Mietwohngebäude, die ab 2024 fertiggestellt werden, können mit 3% pro Jahr abgeschrieben werden. Die Abschreibungsdauer würde damit von 50 auf 33 Jahre reduziert werden. Die Regelung soll bereits ab 1. Juli 2023 gelten, ein halbes Jahr früher als ursprünglich geplant. Für Gebäude, die bis 2023 fertiggestellt werden, beträgt die Absetzung für Abnutzung voraussichtlich weiterhin 2% pro Jahr.

Neue Zinsfestsetzungen ab 2019

Das Bundesverfassungsgericht hatte lt. einem Beschluss vom 08.07.2021 (Az. 1 BvR 2237/14 und 1 BvR 2422/17) die Höhe des in § 238 Abs. 1 AO festgelegten gesetzlichen Zinssatzes von monatlich 0,5 % für Verzinsungszeiträume ab dem 1.1.2014 als verfassungswidrig eingestuft. Dies betrifft insbesondere die Einkommensteuer, aber auch die Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer usw. Leider wurden aber nicht alle Zinsen ab 2014 für nichtig erklärt, sondern erst die Zeiträume ab dem 01.01.2019. Das Verfassungsgericht setzte der Bundesregierung eine Frist bis zum 31.07.2022 eine Neuregelung zu treffen.
Dies ist nun geschehen:
Der Zinssatz für Nachzahlungszinsen und Erstattungszinsen nach § 233a AO wird dann rückwirkend ab dem 1.1.2019 0,15 % pro Monat (= 1,8 % pro Jahr) betragen.

Dementsprechend werden zurzeit neue Bescheide über die Korrekturen für die Zeiträume ab 2019 versendet.

Weihnachtsferien

Vom 24.12.2021 bis zum 09.01.2022 haben wir geschlossen.
Sie erreichen uns wieder im neuen Jahr ab dem 10.01.2022 zu den gewohnten Öffnungszeiten.
Auf Grund der Covid 19 Pandemie ist eine Beratung weiterhin nur mit vorheriger Terminabsprache möglich.
Sie können Termine auch online unter https://outlook.office365.com/owa/calendar/LohnsteuerhilfeeV@OUCDAA.onmicrosoft.com/bookings/ reservieren.

Wir wünschen frohe und besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Starke Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und des Pflegepauschbetrages

Der Bundestag hat am 29.10.2020 das Gesetz zur Erhöhung der Behinderten-Pauschbeträge und Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen (Behinderten-Pauschbetragsgesetz) verabschiedet.

Auch wenn dies nun schon lange überfällig war, so wurden die absetzbaren Pauschbeträge nun doch erheblich erhöht.
Auch die Anspruchsvoraussetzungen wurden veringert. Bislang wurde ein Freibetrag bei einem GDB von weniger als 50 nur gewährt, wenn die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der köperlichen Beweglichkeit geführt hatte. Diese Voraussetzung entfällt nun.
Darüber hinaus wird nun bereits ein Freibetrag ab einem GDB von 20 statt wie bislang 30 gewährt.

Hier eine Übersicht über die neuen Beträge:

Grad der Behinderung vonPauschbetrag in EUR
20384
30620
40860
501.140
601.440
701.780
802.120
902.460
1002.840

Für behinderte Menschen, die hilflos im Sinne des § 33b Abs. 6 EStG sind, und für Blinde und Taubblinde erhöht sich der Pauschbetrag auf 7.400 EUR (bisher 3.700 EUR). In diesem Fall kann der Pauschbetrag nach § 33b Abs. 3 Satz 2 EStG nicht zusätzlich in Anspruch genommen werden.

Die neuen Pflegepauschbeträge

Ab dem Veranlagungszeitraum 2021 werden Pflegepauschbeträge bereits ab einem Pflege Grad 2 (bislang 4) gewährt.
Dabei werden nun unterschiedliche Höhen berücksichtigt:
Pflegegrad 2 – 600 €
Pflegegrad 3 – 1100 €
Pflegegrade 4 und 5 – 1800 €

Unsere Beratungsstelle öffnet wieder

Ab dem 27.04.2020 öffnen wir wieder unsere Beratungsstelle für den Parteiverkehr. Auf Grund der derzeitigen Infektionslage sind jedoch folgende Sicherheitsvorkehrungen zu beachten:

  • Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin. Um Wartezeiten zu und eine zu hohe Besucherdichte zu vermeiden können wir Sie derzeit nur nach vorheriger Terminabsprache empfangen. Sie können Termine telefonisch unter 089 – 95 45 37 88 0 vereinbaren.
  • Auch für unseres Büro gilt, sowohl zu Ihrem, als auch zu unserem Schutz, wie auch in Geschäften und ÖNV Maskenpflicht. Da die Beratung eine längere direkte Konversation zwischen zwei Gesprächspartnern unverzichtbar macht, kann die Gefahr einer Infektion auch durch das Tragen einer Staubschutzmaske verringert werden.
  • Bitte nutzen Sie auch weiterhin unsere elektronischen Kontaktmöglichkeiten. Gerne beraten wir sie telefonisch, per Email oder Post. Die Details hierzu haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Wir sind weiter für Sie da

Liebe Mitglieder und interessierte Kunden der Lohnsteuerhilfe e.V.,

wir sind weiterhin für Sie da und reichen für Sie Ihre Steuererklärung ein.
Hierzu haben Sie vielfältige Möglichkeiten uns Ihre Unterlagen zu schicken:

  • Kopien per Post / Originale per Einschreiben an die Sendlinger Str.24, 80331 München
  • werfen Sie uns Ihre Unterlagen auch gerne in den Briefkasten siehe oben
  • schicken Sie uns Smartphonefotographien oder Scans per Email unter: info@lohnsteuerhilfe-ev.net

Eine Liste von hilfreichen möglichen Belegen finden Sie hier:
http://www.lohnsteuerhilfe-ev.net/service/fur-die-beartung-benotigte-unterlagen/

Auf ein Beratungsgespräch müssen Sie selbstverständlich nicht verzichten:
Fragen und Steuersparmöglichkeiten können unter +49 89 9545 378 80 geklärt werden. Hier können Sie auch gerne einen Telefontermin mit einem/ einer Berater/in vereinbaren.
Bitte schreiben Sie uns immer bei Kontaktaufnahme Ihren vollständigen Namen und ggf. Ihre Mitgliedsnummer, welche Sie üblicherweise auf Ihrer letzten Beitragsquittung finden.

Bleiben Sie gesund! Wir freuen uns von Ihnen zu hören.

Viele Grüße

Ihr Lohnsteuerhilfe e.V. Team

Dear members and interessted clients of Lohnsteuerhilfe e.V.,

we are here for you to help with taxquestions and to submit your taxdeclaration for you.
You have the following options to send us your documents

  • copies by post / originals by registered mail
  • put your documents in the mailbox at Sendlinger Str.24- downtown Munich
  • send us smartphone photographs or scans via email to: info@lohnsteuerhilfe-ev.net

A summary of documents possibly applicable can be found here:

Of course, you don’t have to do it without a personall consultation: Questions and tax savings options can be clarified at +49 89 9545 378 80. You can arrange a telephone appointment with a consultant here.

Please always write us your full name and possibly your membership number when you contact us, which you can usually find on your last contribution receipt.

We are happy to hear from you!

Stay healthy! Take care!

With very best regards

Your Lohnsteuerhilfe e.V. team

Corona-Zeit auch bei der Lohnsteuerhilfe – It´s Corona time

Liebe Mitglieder der Lohnsteuerhilfe e.V.,

unser Büro ist, auf Grund der derzeitigen Ausbreitung des Corona-Virus, voraussichtlich bis zum 19.04.2020 für den Publikumsverkehr geschlossen.

Wir versuchen aber, aus  der Not eine Tugend zu machen und beraten Sie gerne zu den gewohnten Öffnungszeiten per Telefon und Email.
Nutzen Sie daher die Zeit und erledigen Sie Ihre steuerlichen Angelegenheiten sicher von zu Hause aus.

Telefontermine und Rückrufbitten können unter +49 (89) 9545 378 – 80 vereinbart werden.

Sie können Ihre Belege auch unter einer hierfür eingerichteten Whatsapp Nummer 015201967944 oder per Email an info@lohnsteuerhilfe-ev.net einreichen. Bitte schreiben Sie uns immer bei Kontaktaufnahme Ihren vollständigen Namen und ggf. Ihre Mitgliedsnummer, welche Sie üblicherweise auf Ihrer letzten Beitragsquittung finden.

Eine Liste der üblicherweise benötigten Belege finden Sie hier:
http://www.lohnsteuerhilfe-ev.net/service/fur-die-beartung-benotigte-unterlagen/

Bleiben Sie gesund!

Viele Grüße

Ihr Lonsteuerhilfe e.V. Team



Dear members of Lohnsteuerhilfe e.V.,

due tot he current spread oft he corona virus, our office we expect to have our office closed until April 19th 2020.

However, we try to make a virtue out of necessity and will be available by phone and email during the regular opening times. So use the time and take care of your incometaxes from home safely.

Telephone appointments and callback requests can be arranged at +49 (89) 9545 378 – 80.

You can also submit your reciepts tot he Whatsapp number 015201967944 or write a mail to info@lohnsteuerhilfe-ev.net. Mention always your full name and (if you have) your membershipnumber, which you can find on your last membershipfees reciept.
A basic list of required documents can be found here:
http://www.lohnsteuerhilfe-ev.net/required-documents/

Stay safe

Best regards

Your Lohnsteuerhilfe e.V. Team

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